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Manfred's Technik-Forum
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Ham-Spirit made in Austria - der Skandal

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Manfred's Technik-Forum Foren-Übersicht -> Selbstbau-Simplex-Relais ("Funkpapagei") von DL7AWL
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dl7awl
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Anmeldedatum: 01.11.2003
Beiträge: 251
Wohnort: Berlin / Nackel

BeitragVerfasst am: Di 13.03.2007 12:13    Titel: Ham-Spirit made in Austria - der Skandal Antworten mit Zitat

Eins vorweg: ich habe sehr schöne Kontakte zu Funkamateuren in Österreich, und es geht mir ganz gewiss nicht darum, etwa zwischenstaatliche Ressentiments zu schüren. Das Gleiche hätte zweifellos auch hier in Deutschland passieren können - und es ist zum Glück die absolute Ausnahme. Es gibt in den über 10 Jahren, seit es mein Selbstbauprojekt Funkpapagei gibt, keine einzige weitere auch nur annähernd vergleichbare Erfahrung. Ich habe mich entschlossen, hier darüber zu berichten, nicht zuletzt auch, um über Verbleib und Verwendung des "corpus delicti" Rechenschaft abzulegen.


Was ist geschehen?

Im März 2006 bestellte OM Otto aus Oberösterreich einen Materialsatz für den Funkpapagei - bekanntlich können Nachbau-Interessenten alle nicht im Elektronikhandel erhältlichen Spezialteile (Platine, Prozessor, Sprachspeicher...) bei mir bekommen.

Kurz danach wollte er dann auch noch einen weiteren Prozessor einzeln haben - was mir schon irgendwie komisch vorkam...

Dann wurde die Sache unübersichtlich. Plötzlich waren insgesamt drei OM beteiligt. Otto hatte nach eigener Angabe OM Josef mit dem Aufbau beauftragt, zugleich meldete sich jedoch OM Peter bei mir und behauptete ebenfalls, von Otto mit Aufbau und Inbetriebnahme beauftragt worden zu sein; zugleich bat er um Hilfe bei seinen diesbezüglichen Problemen. Aus den Fragen, die er stellte, war zu entnehmen, dass er das Sysop-Handbuch überhaupt nicht kannte. Trotz aller Merkwürdigkeiten - die mir teils erst später bewusst wurden - gab ich ihm arglos und ausführlich Hilfestellung. Otto reagierte unterdessen auf meine Nachfrage, wozu denn der zweite Prozessor gebraucht werde, nur mit der sehr energischen Wiederholung seines Anliegens. Seine Begründung fiel indes weit weniger energisch aus - er berief sich vage auf Josef, der den Prozessor für defekt halte. Auf mein Angebot, den defekten Prozessor umzutauschen, kam er dennoch nie zurück. Alles sehr merkwürdig...

Inzwischen war Sommer geworden, und OM Otto verkündete per Mail, dass man immer noch Probleme mit dem Papagei habe und diesen zwecks Reparatur an mich zurücksenden werde. Ich helfe ja gern unbürokratisch und kostenlos "von OM zu OM", wenn es ausnahmsweise mal Probleme bei der Inbetriebnahme geben sollte - aber dass man mir einseitig Reparaturaufträge erteilt, ohne darüber zuvor Konsens herzustellen, und ohne zuerst mal meinen Diagnose-Tipps zur Einkreisung des Fehlers zu folgen, das bin ich dann doch nicht gewohnt...

Ich bat darum, von einer Zusendung vorerst abzusehen, da wir in den Ferien verreisen wollten und u.U. niemand da sei, um eine Paketsendung anzunehmen. Zugleich gab ich ihm Tipps für simple diagnostische Maßnahmen und bot an, etwa sich als defekt erweisende Teile (z.B. Sprachmodul) umzutauschen.

Das hinderte OM Otto nicht daran, dennoch stur wie angekündigt zu verfahren - dank eines freundlichen Nachbarn wurde seine Sendung trotz unserer Abwesenheit angenommen und musste nicht zurückgehen. Als ich das Päckchen nach den Ferien in Augenschein nahm, traute ich meinen Augen nicht: Rund um die Papageien-Platine eine beachtliche "Peripherie" mit lose fliegenden Transistorschaltungen, Lämpchen, mehreren Buchsen und Kabeln und Steckern unbekannter Bedeutung, und mitten in einem Kabel noch eine mit Isolierband umkleisterte Relais-Schaltung. Alles undokumentiert und ohne ein Wort der Erklärung! Ganz nach dem Motto: "sieh doch zu, wie du damit klar kommst".

Nun, es kann nicht meine Aufgabe sein, meine kostbare Zeit in das Erforschen skurriler fremder Bastelwerke zu stecken, wenn sich deren Urheber noch nicht mal die geringste Mühe macht, mir diese nahe zu bringen! Somit beschloss ich, meine Fehlersuch- und Reparaturbemühungen strikt auf den Bereich zu konzentrieren, wo ich mich auskenne und zuständig bin, nämlich die Papageien-Platine selbst. Einen solchen kostenlosen Service fand ich in diesem Fall schon mehr als großzügig, war mir doch eine Anspruchshaltung entgegengeschlagen, als ginge es um Garantieansprüche bei einem mangelhaften Konsumgerät! Normalerweise verstehe ich Hilfestellung unter OMs bei der Reparatur und Fehlersuche als gemeinsame Hand-in-Hand-Arbeit. Immerhin geht es dabei ja in aller Regel um Fehler beim Aufbau der an sich ausgereiften und seit über einem Jahrzehnt bewährten Schaltung - Fehler also, die käuferseitig verzapft wurden! Aus dieser Position heraus jede Kooperation zu verweigern und mir einfach den ganzen Kram quasi vor die Füße zu werfen, erscheint mir da schon reichlich "unangemessen" - um es mal vornehm auszudrücken. Eine so starre und extrem unkommunikative Anspruchshaltung habe ich bisher noch nicht erlebt - allein das hat mir schon schier die Sprache verschlagen.

Aber es sollte noch deftiger kommen. Als ich die Papageien-Platine aus dem Gehäuse ausbaute, um sie unabhängig von ihrer obskuren Peripherie in meiner definierten Betriebsumgebung testen zu können, stellte ich fest: das ist überhaupt nicht die von mir gelieferte Platine! Meine Platinen sind professionelle, industriell gefertigte Ausführungen mit Glanzverzinnung, hier aber blickte mich nacktes Kupfer an - mein Layout war buchstäblich 1:1 "abgekupfert" worden - übrigens einschließlich des geflissentlich missachteten Aufdrucks "(C) DL7AWL".

Man muss meine Spielregeln nicht mögen - ich sage dazu weiter unten noch was -, aber man muss sie respektieren. Da sie aus Webseiten und Sysop-Handbuch eindeutig hervorgehen, handelt es sich hier um eine ganz klare Urheberrechtsverletzung. Nun war also auch klar, wozu man unbedingt einen zweiten Prozessor haben wollte - man hatte unter Umgehung des regulären Weges heimlich einen weiteren Papagei mit der abgekupferten Platine aufgebaut! Und das, obwohl Otto jegliche Bedenken in dieser Richtung sogar ausdrücklich von sich gewiesen hatte (Originalzitat aus einer Mail: "uns geht es nicht um Nachbau..."). Wie zum Hohn fand sich die gleiche Bekräftigung auch nochmals in dem Brief, der dem nachgebauten Papagei beilag.

Wie dreist und kaltschäuzig muss man sein, um einen anderen OM so zu hintergehen und dann vom Geschädigten auch noch umfassenden kostenlosen Support für ein unrechtmäßiges Plagiat zu beanspruchen? Da bleibt einem echt die Luft weg...

Ob Otto oder Peter oder wer auch immer der Hauptschuldige war, und wer designierter Nutznießer des Plagiats sein sollte, will ich offen lassen. Nur soviel scheint festzustehen: es dürfte diesbezüglich eine Kumpanei innerhalb des Trios gegeben haben. Die illegale Abkupferei kann Otto unmöglich verborgen geblieben sein, und er hat sie nach außen gedeckt und mich - selbst noch nach Hinweis auf die Spielregeln und folglich spätestens dann nicht mehr in naiver Unwissenheit - wissentlich und vorsätzlich getäuscht. Wirklich, tolle Funkamateure!

Ironie des Schicksals: Genau die dilettantische Abkupferei erwies sich dann auch als Ursache der in Opferpose reklamierten Fehlfunktion! Der scheinheilig "defektgeredete" Prozessor war natürlich völlig in Ordnung. Aber wenn man unsauber ätzt und Kupfer an Stellen stehen lässt, wo kein Kupfer hingehört, darf man sich über seltsame Symptome nicht wundern...! Nach sorgfältiger Beseitigung dieser Ursachen läuft der Papagei inzwischen einwandfrei.

Zunächst aber wollte ich - trotz der eindeutigen Beweise - niemanden vorverurteilen und bat Otto ganz sachlich um eine Erklärung. Ich habe darauf nie eine Antwort oder Reaktion erhalten. Selbst wenn er, was schwer vorstellbar ist, ahnungslos gewesen sein sollte, weil einer der anderen die Abkupferei "heimlich" hinter seinem Rücken gemacht hat, hätte er es spätestens jetzt gewusst, und als mein Kauf- und Ansprechpartner hätte er die Pflicht gehabt, die Dinge zu klären und in Ordnung zu bringen. Er tat es nicht - und hat damit endgültig seine Unschuld verloren. Ich habe noch etliche Male nachgehakt - ohne jeden Erfolg. Otto Z. ist seitdem feige abgetaucht und verweigert jegliche Kommunikation. Auch von den anderen Herren habe ich nie wieder etwas gehört oder gelesen.

Erwartet er nach alledem etwa allen Ernstes, den illegalen Nachbau nun auch noch kostenlos repariert zurück zu erhalten?


Was tun mit dem "corpus delicti"?

Im Januar 2007 habe ich Otto letztmalig angeschrieben. Ich teilte mit, dass ich seine totale Kommunikationsverweigerung als Eigentumsaufgabe werten muss und beabsichtige, den von mir reparierten und auf Vordermann gebrachten Papagei (unter Verzicht auf sonstige Schadenersatzansprüche) einem gemeinnützigen Zweck zuzuführen, sofern er dem nicht innerhalb einer bestimmen Frist widerspricht. Wieder keinerlei Antwort. Nach Verstreichen der Frist dürften seine Eigentumsrechte - soweit die angesichts der Urheberrechtsverletzung überhaupt bestanden haben - endgültig verwirkt sein, und ich sehe mich nunmehr in jeder Hinsicht berechtigt, über diesen Papagei im angekündigten Sinne zu verfügen. Wie gesagt, es soll ja nicht für mich selbst sein...

Zunächst hatte ich angedacht, den Papagei zu versteigern und den Erlös an das Kinderhilfswerk UNICEF zu spenden, denn die Belange von Kindern liegen mir seit jeher besonders am Herzen. Allerdings hätte davon leider die Amateurfunk-Gemeinde nichts gehabt, insofern hätte diese Lösung etwas sehr Anonymes und Beliebiges. Schöner wäre ein direkter Bezug zum Amateurfunk, damit der dem Ham-Spirit zugefügte Schaden symbolisch wieder geheilt wird. Und da hatte ich dann auch gleich eine passende Idee...

Nun wird Franz, OE6PZG den Papagei erhalten. Mehrere Gründe sprechen dafür:
  • Ich halte Franz für einen grundanständigen Menschen und großzügigen Gentleman, der sehr viel für den Amateurfunk tut und getan hat. Ja, man könnte sagen, Franz ist ein "Besessener", der für diese Zwecke niemals Mühe und eigene Kosten gescheut hat. Er ist auch ein "Papageien-Fan" der allerersten Stunde - die Druckerschwärze des FUNKAMATEUR-Artikels war 1996 kaum trocken, da hatte er schon seinen ersten Papagei aufgebaut, welcher nunmehr seit über 10 Jahren zuverlässig und praktisch ununterbrochen als offizielle Relaisstelle in Österreich in Betrieb ist. Am gleichen Standort in der Steiermark betreibt er mit erheblichem Aufwand auch noch weitere Relais, SSTV-Kameras und eine fernabfragbare Wetterstation - möchte nicht wissen, was er da für Unsummen reingesteckt hat...! Seit Sommer 2006 kenne ich das alles auch persönlich - Franz hatte mein Pflegekind und mich aus Anlass des 10jährigen "Papageien-Jubiläums" für einige Tage zu sich nach Österreich eingeladen, und wir wurden von ihm und seiner Frau mit unglaublicher Herzlichkeit und großzügiger Gastfreundschaft umsorgt. Ihm jetzt den Papagei zu überlassen, ist zugleich sowohl persönlicher Dank als auch Anerkennung seiner Verdienste für den Amateurfunk.
  • Ich weiß, dass der Papagei bei Franz in den besten Händen ist und umgehend der Amateurfunkgemeinde zu Gute kommen wird - und zwar nicht als "irgend ein" weiteres Relais, sondern das erste 6-Meter-Relais in Österreich und wahrscheinlich der erste 6-Meter-Funkpapagei der Welt! Dieser kann bei geeigneten Ausbreitungsbedingungen (speziell Sporadic-E) potenziell in ganz Europa oder sogar darüber hinaus zu hören und zu erreichen sein. Hier kann der Papagei seine Vorzüge voll ausspielen: regelmäßige konfigurierbare Baken- oder Sprachaussendungen sowie die Möglichkeit, auch ohne QSO-Partner jederzeit testen und sein eigenes Signal zurückhören zu können, sind gerade in diesem sehr interessanten, aber wenig belebten Band ganz besonders attraktiv.
  • Nicht zuletzt ist es auch eine durchaus beabsichtigte Geste, dass dieser Papagei auch weiterhin in Österreich beheimatet sein wird.
Alles in allem wüsste ich wirklich nicht, wo der Papagei besser aufgehoben wäre. Ich freue mich sehr, als bescheidenen Beitrag zu diesem ambitionierten Projekt den abgekupferten, aber nunmehr von mir "legalisierten" Papagei beisteuern zu dürfen. Alle anderen erforderlichen Komponenten hat Franz bereits auf eigene Kosten angeschafft, und das Genehmigungsverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Ich werde in Kürze die Daten des 6-m-Relais hier an geeigneter Stelle veröffentlichen. (Nachtrag 22.03.2007: das Relais ist bereits in Betrieb. Rufzeichen: OE6XIE, Standort: JN77LB in der Steiermark auf der Stubalpe in 1600 m Höhe ü.NN; Ausgabe 51,89 MHz, Eingabe 51,29 MHz / Nachtrag 26.04.2007: dauerhaft QSY wegen TV-QRM, nun Ausgabe 51,93 MHz, Eingabe 51,33 MHz)

Urheberrecht - einige Anmerkungen

Manche Leute kriegen nie genug. Da reicht es nicht, dass jemand eine pfiffige Idee hat und daraus in seiner Freizeit in hunderten oder gar tausenden unbezahlter Stunden ein interessantes und anspruchsvolles Projekt entwickelt, liebevoll dokumentiert, über Jahre hinweg zuverlässig pflegt und weiterentwickelt und alle, die es wollen, unterstützt und ohne eigene Profit-Interessen daran teilhaben lässt. Nein, derjenige soll gefälligst zusätzlich auch noch auf sämtliche Rechte als Urheber verzichten, sein geistiges Eigentum aufgeben, jedem alles damit erlauben - und wenn er es nicht tut, dann nimmt man es sich einfach. Was ist das für eine Haltung? Und warum sollte ich das dulden?

Ich gebe ja zu, das Modell "Open Source" - was übrigens nicht gleichbedeutend mit dem Verzicht auf Urheberrechte ist! - hat auch einiges für sich, und in anderen Zusammenhängen habe ich es auch schon angewendet. Beim Papagei habe ich mich anders entschieden. Warum? Aus zwei Gründen:
  • Weil ich nicht möchte, dass meine Ideen und Entwicklungen von anderen kommerziell ausgeschlachtet werden, während ich selbst darauf verzichte und sie der (Afu-)Allgemeinheit auf Non-Profit-Basis zur Verfügung stelle.
  • Noch wichtiger: In meinen Vorräten an Sprach-Memos stecken fast 1000 EUR, jede Neuauflage einer industriell gefertigten Platinenserie kostet mehrere hundert Euro. Diese Vorschussleistungen von mir sollen jedem Nachbauinteressenten ständige Verfügbarkeit aller Komponenten sicher stellen. So ein Modell kann nur funktionieren, wenn diese auch abgenommen werden und zumindest langfristig das Geld wieder herein kommt. Würde nun jeder seine eigene Lösung backen und z.B. seine Platine mit abgekupfertem Layout selbst ätzen (um vielleicht den Gegenwert eines Klingeltons zu sparen!), dann bliebe ich auf Vorräten und Kosten sitzen. So ein Verhalten wäre treuewidrig, unsozial und aus prinzipiellen Gründen abzulehnen.
Deshalb also gibt es Spielregeln. Dazu gehört z.B., dass mit dem "Basispaket" nur ein Nutzungsrecht für ein System erworben wird, dass der PIC-Prozessor kopier- und auslesegeschützt ist und nur als Teil des Basispakets zusammen mit Handbuch und Platine erhältlich ist (außer bei Austausch im Defektfall). Alle Regeln sind so gefasst, dass dem Missbrauch entgegengewirkt, der reguläre Nutzer jedoch nicht behindert wird. Wer sie dennoch nicht akzeptieren möchte, ist ja nicht gezwungen, sich auf das Projekt überhaupt einzulassen.

Abschließender Kommentar

Bei dem Trio um OM Otto mag es sich ansonsten um honorige, sympathische und verdienstvolle Funkamateure handeln - sie sind, wie zumindest aus einer Homepage hervorzugehen scheint, Teil einer recht aktiven und ambitionierten Gemeinde. Wahrscheinlich hätte der Papagei auch dort einen interessanten Einsatz zum Nutzen der regionalen Allgemeinheit gefunden. Trotzdem: wie verträgt es sich mit der Funker-Ehre, lokale Wohltaten auf Hinterhältigkeit gegenüber fremden Amateuren aufzubauen? Oder, um es mit Dan Wilkins zu sagen: "A community that excludes even one of its members is no community at all".

Ich weiß wirklich nicht, was an den besagten Spielregeln so unakzeptabel sein sollte, dass ausgerechnet ein gut situierter, akademisch gebildeter und ethischen Prinzipien verpflichteter OM - von Beruf Arzt! - sich unter billigsten Lügen darüber hinwegsetzen muss. Tut mir leid, ich verstehe es wirklich nicht. Es gibt das Projekt Funkpapagei nun seit über 10 Jahren, und es ist hunderte Male nachgebaut worden. Aber sowas habe ich noch nie erlebt.

Noch fassungsloser als der konkrete Urheberrechtsverstoß - über den ich in einem verbindlicheren Kontext vielleicht hinweggesehen hätte - macht mich das gesamte Auftreten, diese fordernde Reklamationsmentalität und starre Anspruchshaltung ohne jede Kooperationsbereitschaft, am allermeisten jedoch das feige eisige Schweigen nach Aufdeckung der Tat, ohne ein Wort der Erklärung und Entschuldigung.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Das Forum steht bekanntlich jedem offen.

73, Manfred

Hinweis: Sollten Stellungnahmen hierzu per Email oder PN eingehen, behalte ich mir vor, diese ganz oder teilweise hier ins Forum zu stellen, soweit es der Diskussion zuträglich erscheint.


Zuletzt bearbeitet von dl7awl am Do 25.10.2007 06:56, insgesamt einmal bearbeitet
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dk3xe



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BeitragVerfasst am: Do 10.05.2007 23:00    Titel: Sprachlos... Antworten mit Zitat

...oder was soll man dazu sagen?

Gruß
ronn
DK3XE
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karl-dietmann



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BeitragVerfasst am: Mo 22.10.2007 16:31    Titel: Ham-Spirit Antworten mit Zitat

Hallo erstmal,

also ich finde das eine absolute Frechheit. Ich bin schon so halber Amateurfunker (ich warte noch auf die Zuweisung eines Rufzeichens) aber das finde ich echt eine Frechheit ohne Grenzen. Man macht sich jahrelang arbeit an so einem Projekt und dann sowas. Da vergeht eiem ja echt die Lust mit solchen OMs was zu tun zu haben.
Also du hast völlig Recht das is ne Frechheit sonder gleichen & das dann auch noch zur Reperatur zu senden: ich ich mir fehlen echt die Worte für solch eine Schweinerei (sorry anders kann mans nicht sagen)
Auf dass soetwas niewieder vorkomme und dass Ausnahmen unter den OMs sind

In diesem Sinne viel Spaß und vielleicht höhrt mann sich mal Smile

Karl
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klaus.frischholz



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BeitragVerfasst am: Mo 22.10.2007 19:13    Titel: Der "Funkpapagei"-Skandal... Antworten mit Zitat

Hallo Manfred,
ich habe schon seit meiner Anmeldung auf Deiner HP, den Beitrag über Deinen legendären "Funkpapagei" aufmerksam gelesen und möchte dazu folgendes anmerken. Noch nicht einmal zu finsteren DDR-Zeiten, wo jedes Spezialbauteil zum "Goldstaub" klassifiziert wurde, hat es so etwas gegeben. Rolling Eyes Rolling Eyes Alle OM´s und YL´s, habe sich gegenseitig immer geholfen. Denn: "wer bastelt, lebt länger"( C by K.F. =myself).... Very Happy Smile
In diesem Sinne, kann man sich nur wundern über die "Östereicher".


VY 73 de, Klaus.
_________________
VY 73, Klaus.


Zuletzt bearbeitet von klaus.frischholz am Do 25.10.2007 08:50, insgesamt 3-mal bearbeitet
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dl7awl
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BeitragVerfasst am: Do 25.10.2007 07:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich danke Euch für die zustimmenden Worte! Ich habe gerade im Eingangsbericht noch einen Spruch von Dan Wilkins eingefügt, der mir gerade über den Weg gelaufen ist, und der mir hier sehr gut zu passen scheint...

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch nochmals daran erinnern, dass das "corpus delicti" nun seit ca. einem halben Jahr als erste offizielle 6-Meter-Relaisstelle in Österreich (und vermutlich der erste 6-Meter-Funkpapagei der Welt!) in Betrieb ist. Die Daten:

Code:
Der 6-Meter-Funkpapagei
-----------------------

Rufzeichen:  OE6XIE
Standort:    Stubalpe, Steiermark, Österreich
Höhe ü. NN:  1600 m
Locator:     JN77LB
Ausgabe:     51,93 MHz
Eingabe:     51,33 MHz
Betreiber:   Franz Patz, OE6PZG

Wie man sieht, wird die Station mit Shift betrieben, obwohl das ja bei einem Papagei nicht unbedingt nötig wäre.

Hier noch einige sommerliche Eindrücke vom Standort, der allerdings zu dieser Zeit (Oktober) schon längst dicht eingeschneit ist:



73, Manfred
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OE5DWU



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Beiträge: 5
Wohnort: Linz / Donau

BeitragVerfasst am: So 06.01.2008 00:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Mir tut es echt leid das dies wirklich so passiert ist. Aber gegen eines Möchte ich DRINGENDST APELLIEREN : Wegen einen Fehlverhalten eines bzw. in diesen Fall 3 Om´s darf nicht bzw. dürfen nicht alle OE´s jetzt verdammt werden. Schlimm genug als OE einen solchen Bericht zu lesen.
Auch ich habe nicht nur gute Erfahrungen mit Om´s gemacht, auch aus DL, OK, 9A natürlich auch aus OE. Leider gibt es immer wieder schwarze Schafe unter uns, aber deswegen eine ganze Gruppe zu verurteilen wäre nicht richtig. Deine Entscheidung was mit dem Papagei passieren soll war grandios. Und an dieser Stelle möchte ich mich stellvertretend für das Fehlverhalten meiner Kolegen, noch dazu aus dem selben Bundesland, ENTSCHULDIGEN !
auf das der Hamspirit doch noch Leben darf
vy 73 de OE5DWU ex OE3DWU
--------------------------------
Admin-Anmerkung: der Forums-Benutzername des OM wurde wunschgemäß von OE3DWU auf OE5DWU geändert. Ansonsten: danke für den Beitrag!
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