| Diese Seite enthält alle Informationen, die Du für Nachbau und Betrieb benötigst. Hinweis: mit einigen der "neu" unterstützten EEPROM-Typen kann es derzeit noch Schwierigkeiten geben, siehe Hinweise im Forum!
Der EEPrommer besteht im einfachsten Fall nur aus einem Stecker für die PC - Druckerschnittstelle, der zugleich als "Gehäuse" fungiert, und einer IC - Fassung. Stromversorgung und Ablaufsteuerung aller Funktionen übernimmt der PC. | ![]() |
Mit meiner zugehörigen Software (s.u.) können folgende serielle EEPROMs der 93er Familie ausgelesen, programmiert, gelöscht und überprüft werden:
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Diese einfach anzusteuernden Bausteine sind weit verbreitet und entsprechend preiswert; sie werden üblicherweise verwendet, um selten veränderte Einstellungen bzw. Konfigurationsdaten in elektronischen Geräten, Microcontroller-Steuerungen und dergleichen "nichtflüchtig" (stromausfallsicher) zu speichern. Wer sich näher für Funktion und Programmierung interessiert, sollte sich das Datenblatt zu Gemüte führen - und zwar idealerweise genau dasjenige des jeweiligen Bausteins und Herstellers. Zwar sind die Bausteine verschiedener Hersteller "im Prinzip" weitgehend kompatibel, so dass sich die wesentlichen Mekrmale übertragen lassen, sie können sich aber hinsichtlich der Spezifikationen oder bestimmter Sonder-Features dennoch durchaus unterscheiden. Hier als Beispiel ein Datenblatt für die 93Cx6-Familie von ST: 93Cx6.pdf (148 KB). | |
| Hinweis (aufgrund zahlreicher Nachfragen): Diese Schaltung ist nicht für 24er-EEPROMs (Ansteuerung über I2C-Bus) geeignet; auch nicht mit einer - wie auch immer gearteten - "anderen" Software! |
![]() | Der Aufbau könnte simpler kaum sein - im Prinzip mußt Du nur den EEPROM-Sockel gemäß Schaltbild mit der LPT-Schnittstelle verbinden. Die Tabelle verdeutlicht, wie die LPT-Signale "zweckentfremdet" werden:
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Die optionale, aber sehr empfehlenswerte LED (low-current-Ausführung mit ca. 1,2 KOhm Vorwiderstand in Reihe) wird von der Software immer eingeschaltet, wenn auf das EEPROM zugegriffen wird. Damit man sieht, wenn sich was tut... (Somit weiß man auch, wann man das EEPROM tunlichst nicht einsetzen oder herausnehmen sollte!)
Außerdem sollte man direkt am EEPROM-Sockel zwischen Pin 5 und 8 (also Vcc und GND) noch einen Stützkondensator in der Größenordung von 33..100 nF spendieren.
So habe ich es gemacht (siehe Fotos weiter oben): Der 8polige IC-Sockel wird einfach direkt in das Gehäuse des Schnittstellensteckers eingebaut, oder besser gesagt oben draufgesetzt. Dazu mit einem Stück Lochrasterplatine als Bohrschablone 8 rastergerechte Bohrungen (ca. 1 mm Durchmesser) für den IC-Sockel an geeigneter Stelle ins Steckergehäuse bohren. Falls kein solcher Bohrer zur Verfügung steht, tuts evtl. auch ein erhitzter Draht entsprechenden Durchmessers (aufgebogene Büroklammer). Sockel einsetzen und flexible Anschlußdrähte an die innen überstehenden Enden der Beinchen löten. Durch die Lötstellen erhält der Sockel auch mechanisch genug Halt, jedenfalls dann, wenn man, wie ich, einen Sockel mit gedrehten Kontakten (und entsprechend stabilen Anschlußbeinchen) verwendet.
Für die LED habe ich eine Bohrung links neben dem Sockel vorgesehen, so daß sie bei richtig eingesetztem IC mit dessen Gehäusekerbung korrespondiert. Das kann "intuitiv" mit dazu beitragen, daß das IC nicht versehentlich falsch herum eingesetzt wird.
Ein derart kompakter Aufbau direkt im Steckergehäuse ist für häufigere Benutzung natürlich nur dann praktikabel, wenn man (so wie ich) ein Notebook benutzt, so daß der Schnittstellenstecker und damit der IC-Sockel auch wirklich bequem zugänglich ist, ohne daß man erst unter dem Tisch hinter dem "Big-Tower" herumkriechen muß...!
Elektrisch gesehen stellt dieser kompakte Aufbau natürlich den Idealfall dar, denn allzu lange Leitungen zwischen PC und EEPROM sind der Signalform abträglich und sollten vermieden werden, insbesondere da "ehrliche" LPT-Schnittstellen mit niederohmigen Signalleitungen nahezu ausgestorben sind (s.u.). Ich habe keine Versuche hinsichtlich der maximal möglichen Leitungslänge angestellt und bin für entsprechende Erfolgs-/Mißerfolgs-Rückmeldungen dankbar. "Rein gefühlsmäßig" würde ich aber von Längen über 1 m dringend abraten und sogar anstreben, möglichst noch deutlich darunter zu bleiben - zumindest solange, bis alles funktioniert. Wenn dann alle anderen Fehlerquellen ausgeschlossen sind, kann man ja bei Bedarf immer noch austesten, wie weit sich die Leitungslänge treiben lässt.
SoftwareMeine DOS-Software (auch unter Windows 3.x/9x/Me lauffähig) ist simpel und schmucklos, denn ursprünglich entstand alles "quick and dirty" nur für den eigenen Hausgebrauch.
Sie dürfte aber genügend selbsterklärend sein und alles bieten, was im Alltag benötigt wird. Sie enthält sogar einen intelligenten Algorithmus, der versucht, die Zahl der Schreibzyklen nach Möglichkeit zu minimieren, was der EEPROM- Lebensdauer zugute kommt.
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Für das Dateiformat zum Abspeichern bzw. Einlesen von EEPROM-Inhalten (Dateien mit der Endung *.93) habe ich bewußt kein kompliziertes, sondern ein "anschauliches" Textformat gewählt. So kann man EEPROM-Inhalte auch leicht selbst per ASCII-Editor hexadezimal eingeben oder ändern. Eine Dokumentation des Formats erübrigt sich - einfach mal in eine solche Datei reinschauen! (Beispiel)
Unter Windows ab 9x werden (noch) keine langen Dateinamen unterstützt. Der EEPrommer wurde nicht zusammen mit ZIP-Laufwerk, Dongle oder anderen "durchgeschleiften" Komponenten an der gleichen Schnittstelle getestet. Ich rate von einer solchen Kombination grundsätzlich ab!
Neuer Hinweis: Die Entwicklung dieses EPROMmers geht bis ins Jahr 1996 zurück. Die Zeit ist seitdem nicht stehen geblieben. Bei modernen Mainboards ist die Interface-Logik der LPT-Schnittstelle - die ja eh kurz vor ihrer vollständigen Wegrationalisierung stehen dürfte - nur noch lieblos gleich direkt in die Chipsätze integriert. Und was sich dann "LPT-Schnittstelle" nennt, ist nur noch eine lausige Karikatur dessen, was IBM seinerzeit mal als "Industriestandard" definiert hat:
Regelmäßig finde ich bei modernen Rechnern an der LPT-Schnittstelle höhere Impedanzen (d.h. "weiche" und geringer belastbare Signale) sowie - viel schlimmer - H-Logikpegel kaum über 3 Volt. Meist geht es trotzdem, aber nicht jeder 93er Baustein lässt sich unter diesen Bedingungen noch sauber programmieren (ggf. gibt das Datenblatt Auskunft über zulässige Logikpegel und Betriebsspannungen).
Abhilfe bei Problemen: Probiere es mit einer externen 5-Volt-Quelle an EEPROM Pin 8 (anstelle der Verbindung zu LPT Pin 2!). Auch eine separate LPT-Schnittstellenkarte - sofern eine solche zur Verfügung steht - wäre einen Versuch wert. Die sicherste Methode ist jedoch ein "guter" alter Rechner. Je älter, desto besser. Gern also auch ein 4,77 MHz-PC der allerersten Stunde...
Viel Spaß wünscht Manfred, DL7AWL!